Sonntag, 4. August 2013

42 – Intergalaktische Agenten #1: Nitaar (Splitter)

42 – Intergalaktische Agenten #1: Nitaar (Splitter)

Wir befinden uns in einer weit entfernten, futuristischen und fantastischen Welt, deren Zivilisation sich seit jahrhunderten in einem fanatischen Glaubenskonflikt befindet. Wenn es so weitergehen sollte, wird dieser Krieg das Ende aller Völker bedeuten. Ein wenig Hoffnung könnte von einer intergalaktischen Truppe von Spezialagenten ausgehen. Allerdings ist diese legendäre Einheit mittlerweile auf magere 42 Agenten geschrumpft. Die Hoffnung ist also nicht allzu groß. Zwei dieser Agenten, die kratzbürstige Nitaar und Alh-Aar Senzaî sollen dafür sorgen, dass die Gemeinschaft der freien Staaten und Drakhastan ein Friedensabkommen unterschreiben. Scheinbar spielt Nitaar selbst auch eine nicht zu kleine Rolle im Konflikt zwischen den Glaubensgemeinschaften.

Ganz unvermittelt und teilweise auch recht planlos wirft Zeichner und Autor Louis (Khaal) den Leser in eine abgefahrene und sehr fantasiereiche Welt voller Aliens, Drachen, Mutanten, Roboapplikationen und religiösen Wahn. Eigentlich finde ich die Welt ganz interessant die hier erschaffen wurde. So richtig habe ich aber keinen Zugang zu der Welt gefunden und auch nicht so richtig verstanden wie sie funktioniert. Die Figuren fand ich eigentlich auch ganz nett, wenn auch nicht total überzeugend. Letztlich bleibt alles irgendwie mittelmäßig obwohl da noch viel mehr drin wäre. Vielleicht kommt das aber mit dem zweiten Album. So richtig glaube ich aber nicht dran.

Von den Zeichnungen her gefällt mir “42” eigentlich ziemlich gut. Stark Fantasy orientierte Science-Fiction mit vielen sehr abgedrehten Charakteren. Vor allem die Soldaten, die auf einen mechanischen Gorillakörper gepflanzt wurden sehen abgedreht aus. Es gibt ein paar einrucksvolle Szenen mit den heiligen Drachen und auch eine Kampfsequenz in einer Arena, die einige sehr flüssige Bewegungsabläufe zu bieten hat und einfach temporeich rüberkommt. Die Farbgebung hat Sebastien Lamirano übernommen, der jeder Seite eine stimmige Farbpalette gegeben hat und sich auch nicht davon abbringen lässt auch mal mutige Entscheidungen wie lila- oder rosalastige Seiten zu kreieren. Durch die luftigen und teilweise halbnackten Kostüme der Damen wirkt alles noch etwas trashiger, was aber durchaus gut ins Gesamtkonzept passen will.

Ich habe mich beim ersten Album der “42” Reihe nicht gelangweilt, aber es steckt auch kein schlüssiges Konzept dahinter und im Rückblick ist einiges nicht so kompakt und schlüssig wie es sein müsste um richtig begeistern zu können.

5,8 von 10 erzitternde Zitadellen

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