Samstag, 23. November 2013

Dorothy und der Zauberer in Oz (Panini)

Dorothy und der Zauberer in Oz (Panini)

Nachdem Onkel Henry und Dorothy Verwandte in Australien besucht haben, wollen sie sich nun langsam wieder auf den Weg nach Kansas begeben. Bevor sie jedoch zu Tante Em auf die Farm zurückkehren, soll noch ein Zwischenstopp auf der Hugson Farm eingelegt werden, wo ebenfalls Verwandte leben. Da Onkel Henry bereits voraus gefahren ist, setzt sich Dorothy nun, gemeinsam mit ihrer Katze Eureka, in den Zug nach Kalifornien.

Am Bahnhof wird sie von ihrem Cousin Zeb und dessen Pferd Jim mit der Kutsche abgeholt. Sie sind noch gar nicht lange unterwegs, als sie von einem Erdbeben überrascht werden und in einen großen Erdriss stürzen. Der Fall scheint unendlich lange zu dauern. Doch als Dorothy aufeinmal leuchtend bunte Farben vor sich sieht, hat sie kein Angst mehr. Im Gegenteil, sie ist sich sicher, das ein neuen Abenteuer auf sie wartet. Und dann beginnt es auch schon, Pferd Jim kann plötzlich sprechen und weit unter ihnen ist eine Stadt zu erkennen. Sie ist ganz aus Glas und man kann dort in der Luft umher spazieren. Als sie landen bemerkt auch Katze Eurka dass sie sprechen kann. Hier in der Stadt der Mangabus sind alle Bewohner aus Gemüse und wachsen an Bäumen bis sie reif sind. Sie wollen sie nicht in ihrem Land haben und beginnen damit ihre Tiere in die Schwarze Grube zu hetzen. Als Eureka Dorothy und die anderen zur Hilfe holen kann werden auch sie mit in die Grube geworfen und eingemauert. Doch die Grube ist in Wirklichkeit eine Höhle die, so hoffen sie, noch einen weiteren Ausgang hat. Und so machen sie sich gemeinsam mit dem Zauberer von Oz, der kurz nach ihnen ebenfalls in die Erdspalte fiel, auf die Suche. Es wird eine lange Reise voller wilder Kreaturen und Abenteuer, die, wie solle es auch anders sein, in Oz ihr Ende findet. 


Dies ist nun der dritte Band der Oz Reihe. Und ich finde er fügt sich wunderbar ein.


Dass das Oz Universum soo gigantisch groß ist hätte ich nie gedacht. Ich muss gestehen, dass ich bevor ich die Comics gelesen habe, gar nicht wusste, dass Frank L. Baum so viele Bücher über das Land Oz geschrieben hat. Ich kannte die Verfilmung des ersten Bandes sowie ein Theaterstück davon, mehr aber auch nicht. Dabei hätten mir die Geschichten als Kind sicher sehr gut gefallen und ich würde die Comicumsetzung heute sicher auch ganz anders betrachten. Naja nun muss das eben auch so gehen.

Wie macht Dorothy das nur? Bei jeder Naturkatastrophe die ihr begegnet wird sie in ein fantastisches Land katapultiert. Wie hatten hier gerade erst einen Orkan, aber so sehr ich mich auch angestrengt habe, in ein fernes Land gepustet hat der mich nicht. Frechheit!
Nachdem das Mädchen aus Kansas im ersten Band von einem Wirbelsturm davongetragen wird und im zweiten Band ebenfalls durch einen Sturm, diesmal aber auf hoher See, ihre Reise beginnt, ist es diesmal ein Erdbeben. Dieses Beben hat tatsächlich zwei Jahre zuvor, also 1906, in Kalifornien große Schäden angerichtet und war eine der größten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA. 
In Baums Geschichte schwingt neben der Angst vor dem Ungewissen, die ja nach so einer Naturgewalt die viele Opfer zu verbuchen hatte, eine der größten ist, auch Hoffnung mit. Dorothy gibt nie auf, egal wie ausweglos die Situation auch erscheinen mag. Sie nimmt die ihr auferlegten Herausforderungen an und sucht gemeinsam mit ihren Freunden nach Lösungen für immer neu auftretende Probleme. Dabei wird nie jemand achtlos zurückgelassen, sondern darauf geachtet das alle sicher dort ankommen wo die Reise sie hinführt. 

Ich finde es großartig wie viele neue Welten hier von Band zu Band erschaffen werden. Jede Stadt und jedes Land hat seine Besonderheiten und auch die Bewohner sind immer wieder neue fantastische Kreaturen. Man hofft die ganze Zeit, dass die Gruppe weiterziehen muss um noch mehr abenteuerliche Wesen und Länder zu sehen. 

Dorothy hat sich definitiv weiterentwickelt. Schüchtern war sie ja noch nie so richtig, doch mittlerweile weiß sie sehr genau was sie will und was nicht und lässt sich auch von drohenden Gefahren nicht mehr einschüchtern. Sie glaubt an sich und vertraut darauf auch schwierige Situationen zu meistern. Eine schöne Botschaft wie ich finde. Auch finde ich schön das Dorothy so viele unterschiedliche Freunde hat und ihnen allen vorurteilsfrei begegnet. Niemand wird wegen seiner Schwächen gehänselt, sondern es wird gemeinsam nach den Stärken geforscht. Davon kann sich manch einer eine Scheibe abschneiden.

Die Zeichnungen von Skottie Young passen perfekt zur Geschichte und geben dem Ganzen einen kindlichen Charme ohne verspielt zu wirken. Es ist viel mehr die Fantasie eines Kindes die sich in den Bildern wiederspiegelt. Von den unsagbar schönen Landschaften bis hin zu gruseligen Bösewichten. Eine wirklich grandiose Kombination aus Zeichner und Autor die ein wundervolles Kunstwerk geschaffen haben.

Auf jedenfall angucken! 

9,6 von 10 Schweinchen im Hut

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