Freitag, 29. November 2013

Masters of the Universe - 5 - Höhle des Schreckens (Europa)

Masters of the Universe - 5 - Höhle des Schreckens (Europa)

Teela befindet sich im Evergreen Forest auf der Jagd nach einem Bären. Was sie nicht weiß: Der Bär wird mittels eines Mikrochips im Gehirn kontrolliert. Und zwar natürlich von niemandem Geringeren als Skeletor und seinen Schergen. Die locken die Ahnungslose Teela in eine Falle und verschleppen sie in die Höhle des Schreckens.
Davon wissen He-Man (bzw. Adam) und die Anderen Masters nur noch nichts. Als Orko den versehentlich aufgescheuchten Battle Cat per Zauber etwas Schlaf schenken will, beginnt dieser wie in Trance etwas über Teela, den Bären und Skeletor zu murmeln. Besorgt über das Gehörte macht sich Eternias Held mit Battle Cat und Orko im Schlepptau auf den Weg Teela zu befreien.

Auf ihrem Weg begegnen sie nicht nur einem sprechenden Baum, sondern werden auch von Wölfen angegriffen und treffen auf den mysteriösen Oftar, der von He-Man entweder das Zauberschwert oder Battle Cat haben will, worauf He-Man natürlich nicht eingeht. Da Oftar das allerdings nicht einfach so hinnehmen will, lässt er Teelas Spuren verschwinden, wächst auf riesenhafte Größe an und beginnt einen Kampf mit He-Man.
Nach dem gewonnen Kampf stehen die drei Helden aber ohne Spuren da und können nur hoffen Teela auf irgendeine andere Weise zu finden.

Bevor ich jetzt den kompletten Plot wiedergebe, mach ich hier lieber mal Schluss und beginne mit dem eigentlichen Review.

Tja, da ist doch letzten Endes mehr Zeit zwischen diesem Review und dem zur letzten Folge „Der unbezwingbare Drache“ ins Land gezogen, als ich zunächst gedacht habe. Sorry dafür, ich gelobe Besserung. :)

Nun denn. „Die Höhle des Schreckens“ ist für mich und viele weitere MotU- Fans das erste wirklich große Highlight der Serie.

Das kann zum einen daran liegen, dass diese Folge, wie auch schon „Sternenstaub“ einem He-Man Skeletor Doppelpack beilag. In diesem Fall (wie auch bei „Sternenstaub“ zuvor) mit einer 2 Minütigen Einleitung, gesprochen von Lutz Mackensy himself.
Des weiteren existiert auch noch eine Doppelfolge von Happy Music mit „Höhle des Schreckens“ auf der einen und „Sternenstaub“ auf der anderen Seite
Somit war diese Folge schon mal verstärkt im Umlauf und für viele junge Hörer die erste Folge, die sie gehört haben.

He-Man/Skeletor Doppelpack mit Tape (Quelle: he-man.org)
Aber der Nostalgie-Faktor alleine kann es nicht sein, der diese Folge so unvergesslich macht.

Dafür gibt es noch einige andere Gründe.

Als auffälligster sei hier zunächst die Abwesenheit von Peter Pasetti in der Rolle des Skeletor erwähnt. Der Herr des Bösen wird hier nämlich von Franz-Josef Steffens gesprochen. Dieser wird im Inlay aber auch nicht mit seinem richtigen Namen geführt, sondern als „Fritz Machner“. Ob es sich hierbei um einen Fehler handelt oder um ein Pseudonym, hab ich bisher nicht herausfinden können. Lediglich, dass der Name „Fritz Machner“ nur in Verbindung mit diesem Hörspiel aufzutauchen scheint, sonst aber in keiner anderen Hörspielproduktion gelistet wird.

Auch wenn ich immer wieder betone, dass Peter Pasetti für mich immer, der beste Skeletor Sprecher sein wird, kommt Franz-Josef Steffens direkt an zweiter Stelle. Er ist einfach herrlich böse und dämonisch und eine schöne Abwechslung zum weinerlichen Dummkopf, wie man ihn aus den Cartoons kennt.

Böse und dämonisch sind auch die richtigen Begriffe, um diese Folge zu beschreiben. Für mich ist es wirklich das erste Mal, dass eine Masters of the Universe Folge von Vorne bis Hinten wirklich unheimlich ist. Irgendwie strahlt der Evergreen Forest eine ganz eigene Atmosphäre aus und auch Skeletor, seine Schergen und auch Oftar tun ihr Übriges um diese dichte Atmosphäre aufrecht zu erhalten.
Überhaupt, fand ich die Offenbarung von Skeletors Plan, Teela ebenfalls einen Chip ins Gehirn zu pflanzen um sie willenlos zu machen, schon immer sehr creepy.

Auch der eben erwähnte Oftar ist ein richtig schöner Bösewicht und erweitert das Spektrum der zwielichtigen Gestalten von Eternia um einen weiteren, coolen Charakter.
Wer Oftar (oder Ofta) spricht ist, ebenso wie die Schreibweise seines Namens, nicht bekannt, da beides nicht im Inlay abgedruckt ist. Es gibt jede Menge Spekulationen, die mal mehr, mal weniger plausibel klingen. Da Europa aber keine dieser Vermutungen bestätigt oder verneint, werden sich die Fans wohl noch über Jahre hinaus darüber den Kopf zerbrechen, wer denn jetzt wirklich in die Rolle geschlüpft ist.

Die anderen Sprecher der Folge machen ihre Sache wie gewohnt gut und es gibt keinen Grund zu meckern. Auffällig ist lediglich die Abwesenheit von Man-At-Arms. Die ist aber zu verkraften, wenn man bedenkt, dass er in der nächsten Folge („Im Kerker Skeletors“) eine größere Rolle bekommt.

Zuletzt sollte noch das Cover erwähnt werden, dass meiner Meinung nach mit zu den besten der Reihe zählt und perfekt den Fantasy/Märchen Aspekt wie auch die gruselige Atmosphäre der Folge unterstreichen kann.

„Höhle des Schreckens“ ist für mich definitiv eine der besten Folgen der gesamten Reihe und ich kann sie auch nach Jahren immer wieder hören und meinen Spaß dran haben. Wirklich ein kleines Highlight.

8,5 von 10 Baumstumpf Armprothesen

Ein weiteres Review zu der Folge findet ihr bei Crayton.

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