Donnerstag, 28. November 2013

The Garden of Sinners 4 - Der leere Tempel (2008) [Kazé]

The Garden of Sinners 4 - Der leere Tempel (2008) [Kazé]

Kurz bevor Shiki (Maaya Sakamoto / Petra Barthel) es schaffen kann Mikiya (Ken'ichi Suzumura / Tobias Nath) umzubringen, beeinflusst der Zauberer Sōren Araya (Jōji Nakata / Tilo Schmitz) sie auf solch eine Weise, dass sie sich vor ein fahrendes Auto wirft. Danach liegt sie ganze zwei Jahre im Koma, zwei Jahre in denen sich Mikiya immer um sie kümmert. Als sie dann wieder aufwacht ist sie in der Lage dazu, die Schnittstellen zwischen der Welt der Lebenden und den Toten zu sehen, was sie zunehmend in den Wahnsinn treibt. Vollkommen verzweifelt sieht sie keine andere Rettung mehr als sich die Augen auszustechen. Wegen dieser Aktion stellt man ihr eine vermeintliche Psychologin zur Seite. Tōko Aozaki (Takako Honda / Christin Marquitan) fängt an Shiki zu behandeln, deren maskulines Ich scheinbar verstorben ist und mit ihm auch ihre Erinnerungen. In Wirklichkeit ist Tōko aber gar keine Psychologin, sondern eine Magierin, die nur von Shiki erfahren hat da Mikiya für sie arbeitet. Sie sieht in der labilen Frau viel Potential für eine Jägerin die mit ihr gegen das Übernatürliche Kämpfen kann. So beginnt sie Shikis Ausbildung, doch auch die toten Geister wollen etwas von ihrer Kraft abhaben…

Wir sind beim vierten Kapitel und somit auch beim Richtfest angekommen. Chronologisch gesehen ist dies aber erst der zweite Teil von Garden of Sinners. Einen großen Fall muss dieses mal niemand lösen, wodurch die gesamte Zeit über fast alle Aufmerksamkeit für Tōko und Shiki übrig bleibt. Sie lernen sich sehr langsam kennen und zuerst ist ihre Beziehung auch nur von dem Nutzen bestimmt, den Tōko an Shiki hat. Derweil wartet Mikiya auf seine Shiki und kann nicht viel tun. Der spannendste Teil ist neben dem Actiongeladenen Finale vor allem wie Shiki langsam lernen muss mit ihren Fähigkeiten und dem, was sie sehen kann klar zu kommen. Überhaupt gefällt mir der sehr zurückgenommene Stil und das eher langsame Tempo. Garden of Sinners Stärken liegen eh bei den vielschichtigen und spannenden Charakteren. Die übernatürlichen Kriminalfälle sind dabei nur die Kirschen auf der Torte. Sehr positiv ist mir zudem noch aufgefallen, dass dieses mal keine der gängigen Anime Klischees oder Floskeln auftreten, was ja im dritten Teil ein Problem war.

Zur wieder interessanten und spannenden Geschichte mit ihren gut geschriebenen Charakteren, kommt auch beim vierten Anlauf eine gelungene optische Umsetzung dazu. Handwerklich ist Garden of Sinners in fast allen belangen eine sichere Bank. Die Synchro, egal ob Japanisch oder Deutsch passt super, die Zeichnungen sind klasse, die Animationen flüssig und die Hintergründe geben den letzten stimmigen Teil dazu. Einzig zu kritisieren sind auch hier wieder die 3D-Animationen die qualitativ im Vergleich zum restlichen Film merklich absacken. Meist wirken diese nämlich wie schlecht eingefügte Fremdkörper und bereichern den Film keineswegs. Der Soundtrack ist erneut solide, aber im vergleich zu den anderen nicht auffallend gut. Hohes mittelmaß, jedenfalls wenn man ihn losgelöst vom Film hört. Ansonsten passt er nämlich durchaus gut zu dem gezeigten. Da aber meist nur geredet wird, bekommt der Score nur wenig Platz eingereimt, was aber völlig verständlich und die richtige Entscheidung ist. Davon abgesehen ein sehr zu empfehlender Teil der Reihe.


Nachdem die Filme schon einzeln bei Kazé auf DVD erschienen sind, gibt es mittlerweile auch eine limitierte Blu-ray Edition. Dieses Teil ist unheimlich schön geworden. Ihr bekommt ein übergroßes 22-seitiges Hardcover Artbook mit hochklassigen Illustrationen in brillanter Druckqualität. Außerdem findet ihr in dem Artbook ganze 10 Discs. Darunter drei Blu-rays mit allen 7 Filmen und sieben Audio CD’s mit den jeweiligen Soundtracks. Die Filme betören mit toller HD Qualität, dem deutschen, japanischen und französischen Ton in 5.1 und Untertitel für deutsch, französisch und niederländisch. Nichts zu meckern, eine wirklich verdammt gute Komplettedition.

8,3 von 10 wortwörtlich gemeinte Schnittstellen

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