Freitag, 22. November 2013

Luther The Geek (1990)

Luther The Geek (1990)

Als kleiner Junge musste Luther (Carlton Williams) einem Zirkusfreak auf einem Jahrmarkt dabei zusehen, wie er einem lebenden Huhn den Kopf abgebissen hat und sein Blut trank. Seitdem hat der junge einen Hau weg und saß wegen Mordes sein halbes Leben im Knast. Doch jetzt ist er draußen und begeht als Erwachsener (Edward Terry) weiter fröhlich Morde. Sein neuestes Opfer ist eine Dame die alleine auf einem Bauernhof mit Hühnern lebt. Doch gerade als Luthor sie ermorden will, kommt ihre Tochter Beth (Stacy Haiduk) mit ihrem Freund Rob (Thomas Mills) zum ersten mal seit Monaten zurück nach Hause.

Regisseur und Drehbuchautor Carlton J. Albright drehte auf der Farm seiner Schwiegermutter einen recht ungewöhnlichen Slasher der zu gleichen Teilen eine Hommage auf “Texas Chainsaw Massacre”, ein Trashfilm und Arthouse Slasher ist. Der dreckige Low Budget Look erinnert positiv ans Blutgericht in Texas, während der Killer vollkommener Trash ist. Schließlich läuft Edward Terry den ganzen Film über gackernd durch die Landschaft und beißt mit seinen staatlich bezahlten Metallzähnen Leuten den Kopf ab. Was aber sehr interessant ist, ist die künstlerische Herangehensweise an den Film. Fast die komplette zweite Hälfte kommt ohne Dialoge aus, überhaupt hat der Film so gut wie keine Gespräche und auch der Soundtrack kommt nur selten zum Tragen und ist eher dezent. Viele Szenen kommen fast vollkommen ohne Sound aus.

Dadurch wirkt der Film verblüffend gut. Jedenfalls wenn man bedenkt, dass es um einen Hühnerkiller geht. Somit kann man den Film schon irgendwie empfehlen obwohl eigentlich so gut wie nichts passiert. Leider sind die Kills zwar ganz gut umgesetzt, aber durch seine Art zu töten gibt es dabei natürlich absolut keine Variationen. Im gesamten Cast und der Crew sind eigentlich keine bekannten Gesichter zu sehen. Am ehesten könnte man noch Stacy Haiduk (Angriff des Säbelzahntigers) kennen, die wie viele der anderen Beteiligten hier ihr Debüt feierte.

Auf den ersten Blick nur einer von vielen mülligen Slashern, aber dank eines extrem merkwürdigen Killers und dem etwas Artsy anmutenden Gesamtkunstwerks kann man den Hühner Geek an Interessierte weiter empfehlen.

6 von 10 Frauen die sich durch Gackern retten können

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