Montag, 22. Juli 2013

Der schwarze Tiger (1978) [M.I.G.]

Der schwarze Tiger (1978) [M.I.G.]

Während des Vietnamkriegs bekam Special Forces Soldat John T. Broker (Chuck Norris) und seine Sondereinheit “Black Tiger” den Auftrag einige Amerikaner aus Vietkong Gefangenschaft zu befreien. Doch irgendwas düsteres hatte die Regierung mit ihnen vor. Plötzlich werden sie ohne Unterstützung zurückgelassen und in einen hinterhalt geführt. Er und ein paar andere Mitglieder können entkommen und quittieren zu Hause angekommen sofort den dienst. Fünf Jahre später unterrichtet Booker Politik an der Uni, wird aber wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert as die junge Journalistin Margaret (Anne Archer) beginnt Ermittlungen darüber anstellt was wirklich im Vietnam geschehen ist. Bookers ehemaligen Arbeitgeber sehen das aber scheinbar gar nicht gerne und beginnen alle überlebenden Soldaten von damals auszuschalten. Gemeinsam mit der attraktiven Schreiberin und seinem Ex-Kollegen Murray Saunders (Lloyd Haynes) versucht er dahinter zu kommen was die Regierung so vehement verschleiern will.

“Good Guys Wear Black” stellt einen wichtigen Punkt in Chuck Norris Karriere dar. Schließlich mimt er hier zum ersten mal einen Vietnam Veteran, was dann durch “Missing in Action” zu seinem Schtick werden sollte. Der Vietnam Teil ist leider durch die üble Bildqualität nur schwerlich zu verfolgen, aber trotzdem ganz unterhaltsam. Ted Post (Rückkehr zum Planet der Affen) beweist in den folgenden Minuten aber auch bei vollem Licht und einem erkennbaren Bild, dass er entweder kein Lust hatte oder nicht so richtig wollte. Jedenfalls hat er teilweise sogar in normalen Szenen Probleme die Schauspieler ins rechte Licht zu rücken. Eindrucksvoll beweist dies eine Szene in der Murray ruhig aus seinem Auto steigt und er es nicht hinbekommt ihn im Fokus zu halten und die Kamera auch nur ungefähr in die richtig Richtung zu zielen.

Handwerklich fehlt es dem ganzen also schon mal an einigem. Dafür ist Chuck, der nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern mit seinem Bruder Aaron auch die Kampfchoreographie gemacht hat, mitunter ganz schön charmant. Er hat jedenfalls den gesamten Film durch eine ganz angenehme Bühnenpräsenz. Anne Archer und Lloyd Haynes (Ich bin der Grösste) sind ebenfalls ziemlich passabel und zudem fällt noch James Franciscus (Die neunschwänzige Katze) positiv auf.

Gewalt wird recht nüchtern, aber nicht zimperlich dargestellt und wenn jemand erschossen wird, dann fliest auch schon mal ein wenig Blut. Die Kämpfe sind gut in Szene gesetzt und machen meist schon was her. Man muss aber auch sagen, dass der Plot gar nicht so doof ist und der Streifen insgesamt schon ganz gut unterhalten kann. Vor allem wirkt hier nichts sonderlich albern, vielleicht auch gerade das es neben dem ernsten Plot auch ein paar Momente ganz lustige Momente gibt, durch die, die Charaktere menschlicher wirken. Etwas was Writer in den Siebzigern irgendwie sehr viel besser konnten als in den Jahrzehnten danach. Norris Fans, also unironische, die seine Arbeit wirklich mögen, dürfen hier gerne mal reinschauen und werden gut unterhalten, als Trash taugt der hier nicht sonderlich gut, auch wenn er so seine netten Momente hat.

Genauso wie “Sidekicks”, “Top Dog” und “Action Warrior” ist auch dieses Werk Teil der “Chuck Norris Collection“ von M.I.G.. Die vier Filme teilen sich den Platz auf zwei Discs, wobei ihr auf den O-Ton oder sonstige Extras verzichten müsst. Dafür gibt es aber ein Wendecover. Das Bild ist in der Eröffnungsszene grausam schlecht und nur schwer ist überhaupt zu erkennen was da vor sich geht. Später fängt das Bild sich aber und sieht teilweise sogar echt gut, wenn auch ein wenig körnig, aus. Für den deutschen Ton gab es damals scheinbar keinen IT-Track. Jedenfalls klingt es so als habe man bei der deutschen Synchro bestmöglich versucht nur die Dialoge und wenig Geräusche zu entfernen. Dadurch haben wir jetzt eine deitsche Sprachausgabe die eher locker drübergelegt klingt mit stumpfen Geräuschen im Hintergrund. Ist aber trotzdem schaubar.

5,2 von 10 kritische Professoren

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