Montag, 4. November 2013

Der Tod von Superman #3: Die Herrschaft der Supermen (Panini)

Der Tod von Superman #3: Die Herrschaft der Supermen (Panini)

Dieser Sammelband enthält die US-Hefte Superman: Man of Steel #23-#25; Adventures of Superman #502-#503; Action Comics #688-#690 & Superman #79-#80.

Nicht nur Metropolis sondern auch der Rest Amerikas und sogar der ganzen Welt befindet sich immer noch in Schockstarre über Supermans Tod. Dies ist aber im Begriff sich zu ändern. Der Alltag kommt allmählich zurück und dann tauchen auch noch neue Supermänner auf und die Hoffnung, der wahre Superman könnte darunter sein ist hoch. Neben Supergirl befinden sich zur Zeit noch einige andere Helden, die das Erbe von Superman antreten wollen. Da wäre zuerst einmal der ehemalige Boxmeister aus dem Suicide Slum. Bibbo Bibbowski hat einen Superman Strampler angezogen und nennt sich nun Superdood. Er ist zwar nicht der hellste, hat sein Herz dafür aber an der richtigen Stelle und hilft wo er nur kann. Auch ein jüngerer Klon Supermans, von allen nur Superboy genannt, war er natürlich nicht so cool findet ist aufgetaucht. Dann ist da noch Steel, scheinbar ein normaler Mann in einer unzerstörbaren Stahlrüstung. Passenderweise nennt er sich selbst auch Steel. Zuletzt ist da noch ein sehr fragwürdiger Superman, der dem echten sehr nahe ist und ein Cyborg ohne Erinnerungen an das was früher war. Währenddessen findet sich Supermans Geist an einem unbekannten Ort wieder, reist durch unsere Welt und sucht in seiner Festung der Einsamkeit nach einem, Hilfsmittel um sich wieder in feste Form zu pressen.

Der größte Superman der Neunziger und vermutlich auch überhaupt geht weiter. Im dritten Sammelband von Panini warten 10 weitere Geschichten aus den verschiedensten Supermanreihen auf euch. In diesem Band geht es vor allem darum wie die neuen Helden von Metropolis sich um Kal-Els Erbe streiten, während er selbst in Energieform wieder zu sich gefunden hat und nun nach einem Weg sucht zurück zu kehren. Dabei begleiten wir abwechselnd die verschiedenen Helden und erleben Kapitel aus deren sicht. Besonders interessant ist dabei das Kapitel um Steel, das teilweise auch im Suicide Slum stattfindet und auch mal das ganz klägliche Leben innerhalb Metropolis und somit auch mal einen Helden zeigt der sich für die aller ärmsten einsetzt. Der Ton des Events ist weiterhin ziemlich ernst, da fallen manche Momente mit Superboy, der auch mal seiner Cousine auf die Brüste starrt etwas aus dem Rahmen. Auch Bibbos Dämlichkeit wird teilweise als Comicrelief benutzt, gleichzeitig soll durch ihn auch Dramatik hergestellt werden, was oft etwas schizophren erscheint. Jedenfalls ziehen hier nicht alle Writer am selben Strang, was die Handlung ein wenig ausbremst und die Stimmung insgesamt manchmal verwässert.

Insgesamt ist aber auch dieser Band keine schlechte Lektüre. Die Geschichte ist wirklich episch und wird keinesfalls von stumpfer Action dominiert. Eigentlich spielen Kämpfe sogar eine recht untergeordnete Rolle und es geht sehr viel mehr um das zwischenmenschliche zwischen den wirklich sehr vielen, hier auftretenden Charakteren geht. Dabei schaffen manche der beteiligten Autoren es besser als andere Emotionen auf den Tisch zu bringen und interessante Punkte anzusprechen. Abgesehen von ein paar Unstimmigkeiten durch verschiedene Ansichten der Schreiberlinge passt hier aber alles ziemlich gut zusammen. Könnte inhaltlich also etwas homogener sein, ist allerdings auch so noch ein interessanter Event.

Neben vier Autoren, waren es sogar ganze fünf Zeichner die am Artwork beteiligt waren. Der Look ist daher sehr wechselhaft und passt mal besser mal schlechter ins Gesamtbild des Events. Mir gefallen besonders wie man Steel in Szene gesetzt hat, aber auch ein Kampf mit dem gelb beringten Guy Gardner sieht toll aus. Ansonsten lockern Momente mit Bibbo und Supergirl/Superboy die Sache ein wenig auf und sind auch optisch eher spaßig gestaltet. Ein paar Frisuren gehen heute gar nicht mehr, davon und von einigen viel zu dicken Knarren abgesehen, ist die Herrschaft der Supermen aber relativ frei von den schlimmsten Sünden der Neunziger.

Wer also sehen möchte wie Superman zurückkehrt und zudem noch den Anfang eines der einschneidensten Momente in der Geschichte Green Lanterns miterleben will sollte auch die erste Hälfte des dritten Arcs nicht verpassen. Mir hats jedenfalls gefallen, auch wenn ich klar zugeben muss, dass der Event bei mir auch zusätzlich noch auf nostalgischer Ebene recht viel Eindruck hinterlässt.

7,1 von 10 Superrobomänner

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