Montag, 26. Mai 2014

John Sinclair 2000 - 92 - Satans Eulen (Lübbe Audio)

John Sinclair 2000 - 92 - Satans Eulen (Lübbe Audio)

Seit vielen Jahren erzählen sich die Menschen an der norwegischen Küste von einer alten Legende. Man erzählt sich von einem dunklen Herrscher mit dem Namen Strigus (Wolf Frass), der seine Armee von Strigen befehligt. Dabei handelt es sich um dämonische Eulen, die einen Totenschädel anstatt eines normalen Eulenkopfs auf den fedrigen Schultern tragen. Die Gäste eines vorbei schippernden Kreuzfahrtschiffes müssen nun aber erkennen, dass es sich dabei nicht nur um eine alte Legende handelt. Ohne größeren Widerstand schaffen die Dämonen es sich das Schiff zu krallen. Noch ahnt das Böse aber auch nicht, dass nicht nur die Familie Conolly an Bord ist, sondern auch der Geisterjäger John Sinclair (Frank Glaubrecht).

Zugegeben, das Cover sieht etwas albern aus. Allerdings haben die Strigen aber auch trotz ihrer eher albernen Optik doch was unbehagliches an sich. Genau das, kann die Folge schon ganz gut zusammenfassen. Einerseits geht die Zeit recht schnell rum mit dieser Geschichte, die Dialoge sind mitunter ganz putzig und irgendwie haben die Killereulen ja doch was gruseliges. Auch das Kreuzfahrtschiff als abgeschlossener und von der Außenwelt getrennter Handlungsort ist nicht schlecht. Insgesamt trägt diese Episode allerdings nicht allzu viel zum Sinclair Mythos hinzu und ist ansonsten nicht sehr aufregend. Eben doch eher Füllmaterial, wenn auch kein schlechtes.

Die Sprecherleistungen sind Standard für die Reihe. Keine großen Ausreißer nach Oben oder Unten und einfach durchgängig auf einem recht hohen Level. Mehr wäre trotzdem drin, gerade was Elan und Emotionalität angeht. Denn auch wenn die Leute ihre Sache von Haus aus gut machen, fehlt dann doch das bisschen extra Anstrengung um die Charaktere wirklich toll klingen zu lassen. Die kleineren Auftritte von Wolf Frass, Patrick Güldenberg, Jürgen Kluckert und Dennis Schmidt-Foß sind trotzdem nicht schlecht.

In Allem ist die Soundkulisse und der Soundtrack schon recht passend und auch eine leicht “schiffige” Atmosphäre kommt auf. Nur die Monster dürften monströser und grusliger rüberkommen. Überhaupt würde es dem Hörspiel sehr gut stehen immer wieder zwischendurch wenigstens eine Folge zu haben, die wirklichen Horror transportiert und nicht einfach nur lauter wird sobald man kämpft. Grusel geht jedenfalls anders. Für zwischendurch aber okay, mehr eben nicht.

6,6 von 10 Kahlkopfeulen

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