Mittwoch, 10. Juli 2013

The Ark - Wir sind nicht allein (2013) [Sunfilm]

The Ark - Wir sind nicht allein (2013) [Sunfilm]

Die vierköpfige Astronauten Crew um Colonel Gerard Bruchman (Christian Slater) ist auf der Forschungsstation Ark, auf dem Mond Stationiert. Durch einen Meteoritenhagel werden lebenswichtige Apparaturen zerstört, die Schutzanzüge die für die Reparaturen benötigen würden sind verbrannt und die Fluchtkapsel bietet nicht genug Raum für vier Personen. Zudem tritt auch noch so viel Kohlenmonoxid aus, dass es bald zu schlimmen Halluzinationen unter den Betroffenen kommen könnte. Zusätzlich haben die Weltraumgesteine ein außerirdisches Pilzgeflecht an Bord gebracht, dass sich ganz ohne Sauerstoff und von alleine reproduzieren, ausbreiten und seine Zellstruktur nach belieben ändern kann. Bei ihren Untersuchungen verletzt Forscherin Ava (Amy Matysio) sich und infiziert sich mit den unbekannten Sporen. Kurz darauf bekommt sie Schwangerschaftssymptome und bringt irgendetwas unbekanntes zur Welt. Liegt es an der Kohlenmonoxidvergiftung oder ist außer den vieren wirklich noch ein fremdes Wesen auf der Station das sie alle töten möchte?

“Stranded”, wie der Originaltitel des Films lautet, konnte mich zwar relativ kurzweilig unterhalten, ist aber in den meisten Punkten nicht wirklich gut geworden und bleibt in allen weit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Dabei sollte man aber auch erwähnen, dass man nur über 2 Millionen kanadische zu verfügen hatte. Viel lässt sich damit, gerade im Sci-Fi Bereich natürlich nicht machen. Andererseits ist Roger Christian auch ein bekannter Name der schließlich für seine Arbeit am Set zu “Krieg der Sterne” einen Oscar einsacken konnte. Dann kommt mir aber auch wieder in den Sinn, dass er auch beim Scientology Propagandafilm “Battlefield Earth” Regie führte.

Fangen wir also noch mal von vorne an: Dafür, dass Roger Christian Regie führte, der sich unter anderem auch schon mit John Travolta und explodierenden Atmosphären rumgeärgert hat, ist Stranded gar nicht mal so schlecht. Zumindest spielt Travolta nicht mit. Dafür aber Christian Slater (True Romance), der sich teilweise ein wenig zusammenreißt und sich daran erinnert hat, eigentlich ein guter Schauspieler zu sein. Amy Matysio allerdings, die wir ja schon als Frau Dr. Warhol aus “Vampire Dog” kennen, ist nicht überzeugend in ihrer, leider wichtigen Rolle. Brendan Fehr (X-Men: Erste Entscheidung) und vor allem Michael Therriault (Total Recall Remake) sind auch nicht gerade toll. Mehr Darsteller gibt es dann auch gar nicht zu sehen, bis auf eine kleine Finalszene auf der Erde.

Löblich ist allerdings die Specialeffects Abteilung. Hier setzt man nämlich ausschließlich auf handgemachte Raumstationen und so weiter. So was kann Christian ja, wie er schon bei Episode IV und Alien beweisen konnte. Wirklich toll sehen die Effekte dann aber leider nicht aus. Teilweise sogar ziemlich ungut. Der Versuch zählt hier aber und dafür ist wenigstens die Verwandlung des Aliens cool in Sezene gesetzt worden, ist eklig und bei seinen Attacken spart man auch nicht an Blut, wobei das meiste aber ganz effektiv wie ich finde, abseits der Kamera geschieht. Insgesamt sieht man dem Film aber seine günstige Entstehung oft deutlich an. Zudem fehlt es der Story an Höhepunkten und Spanung. Das Alien hätte so viele coole Möglichkeiten um was besonderes zu sein, aber die einzige coole Szene ist nur ein Cliffhanger Gag. Das größte Problem ist aber das Drehbuch, das ganz arge Probleme mit dem Aufbau von Spannung hat. Am größten sind die Versäumnisse bei dem Subplot mit den Halluzinationen. Mir ist nicht klar warum man zu Beginn viel Zeit darauf verwendet zu etablieren, dass vielleicht alles nur in den Köpfen der Astronauten passiert und einer von ihnen es in Wirklichkeit ist, der für die Morde verantwortlich ist. Stattdessen glaubt eigentlich nur eine der Figuren daran das Alien könnte nicht echt sein. Aber von Anfang an besteht für den Zuschauer kein Zweifel daran ob die Kreatur real ist oder nicht. Dabei scheint diese Frage es zu sein, welche den Film eigentlich spannend und in Bewegung halten sollte. Schade drum, hätte mit einem etwas besseren Drehbuch und mehr Anstrengungen in allen Punkten ein echt netter Film werden können.

Bild, Ton und auch die deutsche Synchro sind gut. Nur Bonusmaterial hat die Sunfilm DVD leider keines zu bieten. Es gibt nur den Deutschen- und den Originaltrailer, sowie andere Sunfilm Trailer wie zum Beispiel zu “Under the Bed” und “Besessen”.

4 von 10 beißende Babys

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