Donnerstag, 23. Mai 2013

Jack the Ripper (1944) [M.I.G.]

Jack the Ripper (1944) [M.I.G.]

Recht unauffällig ist der neue Mieter eines kleinen Appartements im Whitechapel Distrikt in London. Während sich Kitty, die Tochter der Vermieter sich in den neuen Mieter Mr. Slade verguckt, beginnt Jack the Ripper sein treiben. Hat der Ripper etwas mit dem Mieter zu tun? Oder ist es reiner Zufall das die Morde zeitgleich mit seiner Ankunft begonnen haben? Scottland Yard nimmt die Ermittlungen auf und Kitty weiß überhaupt nicht in was für einer Gefahr sie schwebt.

Ab 1888 hielt der Killer, der durch einen angeblich vom Mörder stammenden Brief, den Namen Jack the Ripper erhielt, ganz London in Atem. 1913 wurde aus dem realen Serienmorden der Roman Jack the Ripper von Marie Belloc Lown, der später im Jahre 1927 von Alfred Hitchcock als Stummfilm umgesetzt wurde, der somit den Begriff „Suspense“ prägte. 1944 interpretierte dann John Brahms das Buch auf seien Weise und erschuf damit einen der ganz wichtigen Einträge des frühen Horrorkinos.

Dabei kann man schon von Anfang an dem Film vorwerfen, er sei zu offensichtlich. Natürlich weiß jeder schon beim ersten Blick auf Laird Cregar als Mr. Slade, das es sich bei ihm um den Killer handelt. Daraus macht Brahm auch kein großes Geheimnis. Viel interessanter ist aber, wie er diesen Mann inszeniert. Er baut ihm zu einem Interessanten, Angsteinflößenden Charakter auf, mit dem man sogar Mitleid verspürt, wenn er mit seinen leeren traurigen Augen in die Kamera blickt. Viel Spannung geht davon aus, wie Nahe sich Slade und Kitty immer sind und das sie einfach nicht ahnt, wer da in ihrer Nähe ist. Ansonsten wird die Atmo wie gehabt aufgebaut. Wir bekommen Kameraeinstellungen, durch die wir London bei Nacht von Oben sehen können. Etwas Nebel wabert durch die dunklen Hintergassen von Whitechapel und die Gasbetriebenen Straßenlaternen versuchen ihr bestes um die Dunkelheit zu vertrieben. Sieht immer wieder toll aus.

Auch Schauspielerisch ist der Film wirklich toll. Laird Cregar stellt den Mörder facettenreich und interessant dar und auch Merle Oberon kann ihrer etwas naiven Rolle genug Tiefe verleihen um das Interesse der Zuschauer zu wecken.

Das Bild ist relativ gut restauriert, vielleicht etwas überleuchtet aber asonsten fürs Alter noch wirklich gut. Außerdem muss man sich ja auch vor Augen halten, dass auf der DVD noch drei weitere Filme untergebracht wurden. Die deutsche Tonfassung wurde ebenfalls bereinigt, klingt daher aber auch viel zu steril. Neben diesem Film befinden sich in der "Mord in Serie - Die grausamsten Serienkiller" Box noch die weiteren Titel "Ed Gein", "Richard Speck - Chicago Massaker", "Der Kindermörder - The Gray Man", "Cadavres", "Adam Mason's Luster" und die Fernsehdoku "Die grausamsten Serienkiller des 20. Jahrhunderts".

7,4 von 10 zerstörte Männer

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