Dienstag, 18. Juni 2013

Rom - Blut und Spiele (2005) [Savoy Film]

Rom - Blut und Spiele (2005) [Savoy Film]

44 Jahre vor Christi Geburt kommt Julius Caesar (Colm Feore) erfolgreich vom Bürgerkrieg zurück nach Rom. Die Revolte ist damit aber nicht abgewehrt, denn plötzlich wird Caesar mitten im Senat von Verschwörern als Tyrann betitelt erdolcht. Sein Testament sieht eigentlich vor seinem 19-jährigen Adoptivsohn Octavius (Santiago Cabrera) auf den Thron zu setzen. Das Ränkespiel um die macht im römischen Reich ist aber schon voll in Gange und wenn einer der Verschwörer Octavius erwischt wird er sicherlich das nächste Opfer der Revolte. Der flieht deshalb auch aus dem öffentlichen Leben in Rom und wird von dem ehemaligen Star Gladiator Tyrannus (Jonathan Cake) beschützt. Mit ihm zusammen will er eine alte legendäre Legion reformieren um doch noch die Herrschaft für sich zu beanspruchen und die aufsteigenden Despoten aufzuhalten.

Das Cover spricht verwirrender Weise von einem Film, eigentlich handelt es sich hierbei aber um die sechsteilige ABC Serie Empire. Mit einer Spielzeit von circa 40 Minuten pro Folge kommen wir auf eine recht epische Gesamtspielzeit, die hier auf drei Discs verteilt wurde. Wirklich toll wird diese Zeit dann aber nicht ausgenutzt. Abgesehen von Octavius und Tyrannus werden nämlich keine der Figuren wirklich gut ausgebaut, aber auch trotz vieler Entwicklungen bleiben die beiden Helden eher Pappkameraden, wenn auch ganz sympathische. Die beiden machen die Serie dann auch ganz schaubar. Abgesehen davon ist die erste Episode ziemlich gut geschrieben und in der letzten merkt man während der Actionszenen auch mal was von dem 50 Millionen Dollar Etat. Das Finale sieht nämlich doch recht stylish aus und wurde gekonnt inszeniert.

Leider kann die Damenwelt durchgehend mit Langweile glänzen. Nur eine Nebendarstellerin war ganz okay, die anderen waren eher anstrengend. Bei den Männern waren Santiago Carrera (Heroes), Jonathan Cake (Der erste Ritter) und Michael Byrne, bekannt geworden als Nazi General Vogel in “Indiana Jones und der letzte Kreuzzug”. Auch nicht schlecht, aber als Caesar etwas zu knuddelig war Colm Feore (Thor), der aber die erste Folge eh nicht überlebt.

Obwohl die Serie ein dickes Budget in den Hosentaschen hatte, sieht man es der Ausstattung nur selten an. Kostüme und Sets sind in Ordnung aber mindestens so weit von der Realität entfernt wie die Handlung selbst. Bin jedenfalls der Meinung, dass man so viel Geld sicherlich auch besser hätte einsetzen können.

Von der Bildqualität her sind die drei DVD’s ganz gut geworden. Allerdings gibt es nicht nur kein Bonusmaterial, sondern auch keine deutschen Untertitel. Wäre nicht so schlimm, wenn die deutsche Synchro nicht unhörbar wäre. Die Sprecher selbst sind nicht die allerschlimmsten, da hat man beim Savoy/Intergroove/M.I.G. Konglomerat sicherlich schon viel schlimmeres präsentiert, dafür haben die Sprecher einfach gar keinen Bock. Dies wäre alleine nicht so schrecklich wenn nicht auch noch der Soundmix für die Katz ist. Das Ganze hat dermaßen eklige und für die Ohren anstrengende Höhen, dass es nicht zu ertragen ist. Der O-Ton hingegen ist ganz normal, aber auch da gibt es in der fünften Folge ein paar kleine Aussetzer. Die deutsche Tonspur klingt ab der vierten Folge ziemlich normal, aber ich hab dann doch lieber im O-Ton weitergeschaut. Aber ein Wendecover ist noch dabei. Wer also nicht das Kleingeld für die großen Serien wie “Rome” oder “Spartacus” über hat kann sich hier die günstige Variante ins Haus holen. Ging so.

6 von 10 aggressive Beischläferinnen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen