Samstag, 22. Juni 2013

Der Herr der Elfen (2002) [Schröder Media]

Der Herr der Elfen (2002) [Schröder Media]

Evie (Brittney Bomann) und Kyle (Jameson Baltes) ziehen mit ihren Eltern von Amerika nach England, wo sie ein riesiges Anwesen von ihrer verstorbenen Großmutter geerbt haben. Bei ihrer Ankunft müssen sie feststellen, dass nicht nur ihr Nachbar Ian (Malcolm McDowell), sondern auch alle anderen Dorfbewohner sich neuen Menschen gegenüber sehr merkwürdig benehmen. Der Grund dafür ist ein alter Aberglaube. Auf dem Grundstück der Familie befindet sich versteckt unter einem Teich ein alte Goldmine. In ihr sollen böse Wesen eingesperrt sein. Doch als der Vater (Corbin Bernsen) der Familie unheilbar krank wird, erinnern sich die Kinder an eine alte Geschichte ihrer Omi. Sie redete nämlich öfter davon, dass ein fieser Riese einst ein ganzes Elfen Volk in einer Mine eingesperrt hat. Jetzt wollen die Kinder die Elfen befreien damit die wiederum ihren Vater heilen können. Und ein bisschen Gold würde auch nicht schaden. Natürlich finden die verrückten Nachbarn diese Idee nicht so toll.

Wieder mal verwechselt man Elfen mit Feen. Wir sehen also nicht die lustigen Waldbewohner mit den spitzen Öhrchen, sondern diese kleinen lästigen Dinger mit den Flügeln. Zuerst einmal war ich wie schon letztens beim verwunschenen Pony überrascht davon, wie nahe der Film an einem Horrorfilm ist. Hätte Joe Dante den Film gemacht, würde die Sache sicherlich ganz anders aussehen. Letztlich bleibt es dann doch ein ganz normaler Fantasyfilm für Kinder. Allerdings ist es schon etwas gruselig wie merkwürdig sich die Dorfbewohner verhalten und auch Malcolm McDowell (Silent Night) gibt sich alle Mühe fies zu sein. Ohne seine Slapstick Einlagen könnte sein Charakter auch glatt aus einem Backwood Slasher stammen. Und da haben wir dann auch schon den einzigen positiven Punkt dieses wenig inspirierten Kinderfilms. Malcolm McDowell rettet so manche Szene durch seine Anwesenheit. Seine Figur passt zwar überhaupt nicht in den Film und verhält genauso unnachvollziehbar wie alle anderen Figuren, aber wenigstens spielt er okay. Ansonsten hat der Film nämlich nichts zu bieten.

Man könnte teilweise noch von ganz schönen Sets und Kulissen sprechen. Die Mine wurde zumindest ganz nett nachgebaut und auch das Dorf könnte ein echtes englisches Dorf sein. Vielleicht jedenfalls. Ich stelle mir dieses ominöse England zumindest so vor. Auch ein paar der Feeneffekte sind nicht die schlechtesten, zumindest nicht die echten. Es gibt nämlich auch CGI. Das wiederum sieht schlimm aus und die Animatoren haben nicht darauf geachtet, dass ihre Computer erzeugten Wesen irgendwie zum restlichen Geschehen passt. Ansonsten ist die Machart sehr einfach gehalten und voll mit Klischees und ohne Überraschungen. Bei den Darstellern nerven vor allem Glynis Barber und Corbin Bernsen (The Dentist 2) als die Eltern. Zu den Kinderdarstellern will man ja nichts böses sagen, die wissen es vermutlich einfach nur nicht besser.

Nichts dolles, kann man kleinen Kindern wohl mal vorsetzen ohne allzu viel Schaden anzurichten, ein aufregendes Filmerlebnis sieht aber anders aus.

Bild und Ton der DVD sind gut. Der O-Ton ist vorhanden, zudem auch noch eine Französische Tonspur und in der deutschen Version wird Malcolm Mc Dowell sogar von seinem Stammsprecher Wolfgang Condrus gesprochen. Ist schon eine gute Synchro. Abgesehen von dem Originaltrailer hat die DVD aber keine Extras. Ein Wendecover ist aber vorhanden.

4,6 von 10 Chipsreklamen

1 Kommentar:

  1. Auch in der neuen "Feen & Elfen Wunderland" Edition zu erstehen.

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