Samstag, 29. Juni 2013

End of Time - Der Tod liegt in der Luft (2013) [Edel:Motion]

End of Time - Der Tod liegt in der Luft (2013) [Edel:Motion]

Eigentlich hatte sich die US-Regierung alles so einfach gedacht. Ein Problemsatellit soll abgeschossen werden, weil er nervt oder so ähnlich. Anstatt sich aber wie gewollt in Wohlgefallen aufzulösen macht der Himmelskörper erneut Ärger und plumpst in Amerika auf einen trockenen Wald Nun brennt’s im Gehölz und zu allem Überfluss war das Teil auch noch mit Weltraumviren besudelt. Schöne scheiße. Jetzt brennt nicht nur der Wald, sondern auch unbescholtene US-Bürger, viele von ihnen sicherlich stolze Patrioten, mutieren durch eine ausländische Bedrohung plötzlich zu blutrünstigen Zombiekommunisten.

Ich muss ehrlich sein und sagen, ich habe gelogen. Dieser billig Zombiestreifen von Tomcat hat keine kommunistischen Zombies zu bieten. Nur normale Gehirnfresserzombies. Ich habe diese infame Behauptung nur getätigt um den Film für mich und ja, auch für sie, den wohlwollenden Leser interessanter zu machen. Denn viel gibt es zu “End of Time” nicht zu sagen. Auch wenn die DVD Hülle mit einem Zitat eines Reviews protzt, in dem es heißt die “Weltpresse” wäre sich “einig gewesen”, dass dieser Film, “die Kinos im Sturm” “erobern” wird. Anscheinend hat die Weltpresse schon ordentlich einem im Tee gehabt als sie diesen Film im Konsens als töfte abgestempelt hat.

Ich möchte mich jedenfalls nicht der Weltpresse anschließen und würde sogar frech behaupten, dieser Film wird abgesehen vielleicht von einer lokalen Premiere niemals ein Kino von innen sehen dürfen. Und zwar zu recht. Ich werde aber auch nicht behaupten ”End of Time” wäre totaler Schrott. So weit kann man dann doch nicht gehen. Genauso wenig ist der Film aber irgendwie gut. Am störensten ist ganz klar die fehlende Innovation. Wir bekommen den Standard Zombie, der gerne Menschen wegschlabbert, manchmal schlurft und manchmal ganz modern zum Sprint ansetzt. Die Charaktere sind durchweg die altbekannten Algemeinplätze wie Polizist, Kind, Frau und so weiter. Bei der Charakterisierung hält man sich derartig zurück, das Männer sich nur anhand ihres Berufs voneinander unterscheiden lassen, während Kinder immer nur Kinder sind und Frauen nur durch ihr Geschlecht und vielleicht noch durch ihre Partnerwahl definieren. Plumpes Writing an allen Ecken, aber man konnte, wusste es nicht besser oder hatte einfach keine Zeit um sich was spannenderes zu überlegen.

Ihr nehmt also alle billig zusammengeschusterten Zombiefilme zusammen und entfernt alles, was nicht auch in den anderen zu sehen ist. Humor, Spannung, Grusel und gute Effekte dürfen auch nur fehlen und dann habt ihr einen Zombiefilmrohling ohne irgendwelche Qualitäten. Einige Genrefreunde werden sich das Teil dann doch noch im angeheiterten Zustand anschauen und für egal befinden. Auf dem globalen Filmmarkt wird man so sicherlich die halbe Million wieder rein bekommen, aber trotzdem wird sich in den nächsten Jahren niemand mehr an das Geschehen erinnern.

Die DVD hat als Bonus den Trailer zum Film und auch noch den Trailer zu YellowBrickRoad auf Tasch, ansonsten aber nicht mal ein Wendecover. Aber man muss heutzutage ja auch sparen wo man kann.

3 von 10 angelnde Cops

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