Dienstag, 17. September 2013

Saga #1 (Cross Cult)

Saga #1 (Cross Cult)

Dieser Sammelband von Cross Cult enthält die US-Hefte Saga #1-#6.

Saga Beginnt wie viele Sagen mit einer Geburt. Das noch namenlose Baby ist die Tochter von Alana. Alana stammt von Landfall, dem größten Planeten des Universums. Gezeugt hat die Dame mit den Libellenflügeln ihr Baby mit ihrem Mann Marko vom Landfall Mond Wreath. Da sein Volk mit den Widderhörnern schon seit Ewigkeiten im Krieg mit den Planeten Bewohnern liegt, ist es ihnen verboten sich zu lieben. Was den Krieg genau verursacht hat bleibt noch unklar. Der Kampf wird allerdings auf dem neutralen Planeten Cleave geführt, da die Zerstörung des Planeten oder des Mondes das andere Volk ebenfalls mit in den Tod reißen würde. Auf diesem Gefechtsplaneten wird unsere namenlose Erzählerin geboren. Lange bleibt die Liebe der beiden nicht unerkannt und es werden Killer auf sie angesetzt. So kommt es dazu, dass die beiden schnell fliehen müssen und sich in einem nahegelegenen Wäldchen verstecken, in dem sie zuerst sicher zu sein scheinen. Doch dann bewegt sich etwas in der Dunkelheit! Die frisch gegründete Familie steht kurz vor ihrer Vernichtung, denn selbst die tapfere Mama kann die Angreifer nicht mehr lange abwehren. Doch dann kommen die sogenannten Horrors ins Spiel und lassen wieder hoffen.

Brian K. Vaughans (Y: The last Man) neues Projekt wurde von vielen ungeduldig erwartet. Auch ich hab mich drauf gefreut und ja, das Debut konnte mir gut gefallen und ich bin bis heute dran geblieben ohne einmal daran zu denken die Serie hinter mir zu lassen. Zum ersten mal für aufsehen gesorgt hat der Comic schon einige Wochen vor der ersten Ausgabe, weil sich einige darüber aufgeregt haben das Alana ihrer Tochter auf dem Cover die Brust gibt. Mich konnte das nur wenig schocken (ich habe gehört das viele Frauen ihre Babys auf die Art ernähren). Die Elemente sind altbekannt. Eine Science-Fiction Kultur kämpft gegen eine Fantasy Welt und dazwischen ist dieses Pärchen das auch Romeo und Julia heißen könnte. Dazu kommt ein putziges Charakterdesign bei dem man auf jeder Seite von neuen Verrücktheiten überrascht wird. Ich sage nur Alligator Butler!

Im Trade liest sich das Ganze noch etwas feiner, da man gleich für längere Zeit in die komplexe und abgefahrene Welt eintauchen kann. In den ersten zwei-drei Heften kann es nämlich noch passieren, dass man sich etwas verloren vorkommt. Das Saga Universum ist wirklich groß und spart nicht an verrückten Ideen, die auch keine Angst davor haben immer absurder zu werden. Daher besteht am Anfang auch noch die Möglichkeit, dass es einem nicht gefallen könnte, da man keinen Zugang findet. Dieses Problem sollte sich aber bald legen wenn man durchhält und irgendwann wird klar, alles kann und wird irgendwann passieren. Die Figuren wachsen einem immer mehr ans Herz und eigentlich kann man alles nur loben, was bei den US-Heften auch der Grund war warum ich irgendwann aufgehört habe was dazu zu schreiben. Mehr als das alles toll ist gibt es hier nicht zu sagen. Wer irgendwas mit dem Genremix und erwachsenem Story Telling anfangen kann darf Saga nicht verpassen.

Da sind wir auch schon bei den Zeichnungen von Fiona Staples (North 40). Sie arbeitet viel mit großen Flächen auch die Einfärbungen sind groß angelegt und pastellig gehalten. Sie schreckt auch nicht davor zurück mal eine ganz knallige Farbe mitten rein zu hauen oder mal alles etwas krakelig zu gestalten falls es von Nöten ist. Nicht unbedingt ein Stil den ich total abfeiern würde, aber er passt perfekt zum Schreibstil von Vaughan. Außerdem sind die Designs der Figuren richtig geil. Toll, toll, toll. Kaufen, kaufen, kaufen. Gibt schon einen Grund warum die Reihe so viele Auszeichnungen bekommt, dabei bin ich bei so was immer eher skeptisch. Hier ist es total verdient.

Cross Cult hat die ersten sechs Hefte jetzt im Hardcover Trade raus gebracht und zum Glück im US-Format. Als Bonus gibt es im Anschluss an den Comic noch ein Interview mit Fiona Staples dazu. Wer also nur auf deutsch liest sollte spätestens jetzt zugreifen.

8,8 von 10 Besuche der Großeltern

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